Reisebericht zur Region Kars / Ani

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in Kars Seite 2
Anfahrt 
nach Ani
Rundgang 
durch Ani
Ani
Erlöserkirche
Ani Moschee
und Kathedrale
Gregor-Kirche
d. T. Honentz
Abschluß des
Rundgangs

A. Renz wählt für das erste Kapitel seines Buches “Land um den Ararat” die Überschrift “Land tiefer Vergangenheit”. Und tatsächlich lassen sich die ältesten Spuren der Besiedelung für die Zeit des 9. und 8. Jahrtausend nachweisen. Nördlich der Stadt Kagizman (siehe Übersichtskarte) wurden in der Nähe des Dorfes Camuslu neolithische Höhlenzeichnungen gefunden.
Der Mensch soll aber “im damals stärker bewaldeten und daher wasserreicheren Ostanatolien schon seit 300.000 Jahren als Sammler und Jäger” gelebt haben (a.a.O. S. 9).
Wir wollen die Zeit bis ins 4. Jahrhundert n. Chr., als die Armenier als erstes Volk das Christentum als Staatsreligion einführten, überspringen. Dabei gehen wir nicht auf die verschiedenen Völker, z.B. Hurriter, Hethiter, Uratraer, Parther und Perser usw., ein, die das

Arpa Cay bei Ani

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Gebiet in den vorangegangenen Jahrhunderten beherrschten. Sie haben in dieser Region keine heute mehr weithin sichtbaren Zeichen hinterlassen. Einigen dieser Völker werden wir bei der Besichtigung anderer Gebiete (z.B. den Uratraern in Van und den Hethitern in Bogazköy in der Nähe von Ankara) wieder begegnen.

Das hauptsächliche Siedlungsgebiet des alten Armenien liegt in der Osttürkei und in den angrenzenden Staaten Armenien und Georgien. Seit Beginn seiner Geschichte wurde das Gebiet immer wieder von verschiedenen Völkern erobert und geplündert. In den Friedensperioden hatten die Menschen aber die Kraft zur Entwicklung einer reichen Kultur, von der heute noch - auf türkischem Staatsgebiet - die Ruinen von Ani und auf der Insel Achtamar im Van-See zeugen.

Bedeutsame Daten für die Entwicklung eines armenischen Nationalbewußtseins sind das

Kathedrale in Ani, erbaut 989-1001

V 2-2 10/01

Konzil von Chalkedon (451), das zur Trennung von der römischen Kirche führte, die Einführung einer eigenen Schrift durch den Kleriker Mesrop (361-440) und die Bibelübersetzung ins Armänische im 5. Jahrhundert.
Bis ins 10. Jahrhundert befand sich das Gebiet im oströmischen, persischen und später arabischen Einflußbereich. Ohne eine staatliche Zentralgewalt, absolutistisch regiert von kleinen Landesfürsten, den Nachararen, und von den Großmächten bedrängt war die Zeit vom 6. bis 9. Jahrhundert durch Unterdrückung und Elend gekennzeichnet.
Unter dem Bagratiden Gagik I. (990-1020) und seinen Nachfolgern begann erst wieder für Armenien das Goldene Zeitalter. Vor allen Dingen der Transithandel, der durch die kriegerischen Einflüsse jahrhundertelang keine Bedeutung hatte, blühte auf und brachte den Menschen Wohlstand.                                                                                         zur Folgeseite

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